1 Bauteil auswählen

Das gewünschte Bauteil kann aus der Dropdown-Liste ausgewählt werden. Dadurch werden der äußere und der innere Wärmeübergangswiderstand automatisch bestimmt. Die voreingestellten Werte der Wärmeübergangswiderstände entsprechen EN ISO 6946. Die Werte können vom Benutzer auch frei gewählt und geändert werden. Der Wärmeübergangswiderstand bezieht sich auf Oberflächen, die unmittelbar mit der Luft in Kontakt stehen und den U-Wert der äußeren Gebäudehülle beeinflussen. Er hängt von der Richtung des Wärmestroms, der Oberflächentemperatur, dem Emissionsgrad der Oberfläche und – bei Außenoberflächen – von der Windgeschwindigkeit ab. Die im Rechner verwendeten Oberflächentemperaturen, Emissionsgrade und Windgeschwindigkeiten beruhen auf den in EN ISO 6946 festgelegten Standardwerten. Individuelle Wärmeübergangswiderstände können mit dem Rechner für Wärmeübergangswiderstände berechnet werden.
2 Eigenschaften der Schichten festlegen
2.1 Material auswählen

Wählen Sie für die erste Schicht ein Material aus der Dropdown-Liste. Für das ausgewählte Material wird automatisch auch der Wert der Wärmeleitfähigkeit angezeigt; dieser kann jedoch frei geändert werden. Wenn ein Material verwendet werden soll, das nicht in der Liste enthalten ist, wählen Sie die Option „User defined“. In diesem Fall muss die Wärmeleitfähigkeit vom Benutzer individuell eingegeben werden.
Es gibt drei Gruppen:
- Allgemeine Baustoffe
- Wärmedämmstoffe
Hier finden Sie grundlegende Arten von Wärmedämmstoffen. Die angezeigten Wärmeleitfähigkeitswerte sind typische Werte und eignen sich für allgemeine Berechnungen. Den Wärmeleitfähigkeitswert eines bestimmten Typs und Fabrikats eines Wärmedämmstoffs erhalten Sie vom Hersteller. Wichtig ist die Verwendung des Bemessungswerts der Wärmeleitfähigkeit, der aus dem deklarierten Wert abgeleitet wird, welcher anhand des 90/90-Kennwerts bestimmt wird. Zur Ermittlung des Bemessungswerts kann es erforderlich sein, den deklarierten Wert nach EN ISO 10456 unter Berücksichtigung von Temperatur, Feuchte und Alterung anzupassen.
- Luftschichten
Der Wärmedurchlasswiderstand von Luftschichten hängt von der Richtung des Wärmestroms, der Dicke der Luftschicht, dem Emissionsgrad der an die Luftschicht angrenzenden Oberflächen und dem Lüftungsgrad des Luftspalts ab. Die meisten Baustoffe haben einen hohen Emissionsgrad; bei einem Luftspalt, der von üblichen Baustoffen begrenzt wird, ist daher die Option mit hohem Emissionsgrad (High-E) zu wählen. Eine Oberfläche mit niedrigem Emissionsgrad ist beispielsweise ein Wärmedämmstoff, der zur Luftschicht hin mit Aluminiumfolie kaschiert ist. Die angegebenen Wärmedurchlasswiderstände gelten für den Fall, dass die Luftschicht nicht belüftet ist (bei vertikalen Luftschichten, z. B. in Wänden, beträgt die Fläche der Lüftungsöffnungen weniger als 500 mm² je horizontalem Laufmeter; bei horizontalen Luftschichten, z. B. in Dächern, weniger als 500 mm² je m² Dachfläche). Ist die Luftschicht „gut belüftet“ (bei vertikalen Luftschichten, z. B. in Wänden, beträgt die Fläche der Lüftungsöffnungen mehr als 1500 mm² je horizontalem Laufmeter; bei horizontalen Luftschichten, z. B. in Dächern, mehr als 1500 mm² je m² Dachfläche), müssen die Luftschicht und alle weiteren Schichten zwischen der Luftschicht und der Außenumgebung bei der Berechnung unberücksichtigt bleiben.

2.2 Dicke

Geben Sie die Schichtdicke in Millimetern ein. Nach Eingabe der Dicke erscheint oben rechts eine schematische Darstellung des Schichtaufbaus.
2.3 Farbe

Bei der Materialauswahl wird die Schicht mit einer Standardfarbe dargestellt. Die Farbe kann über die Farbpalette geändert werden, die durch Öffnen des Pfeils neben der Wärmeleitfähigkeit angezeigt wird.
2.4 Wärmebrücken
Aktivieren Sie das Kontrollkästchen, wenn die Schicht eine Wärmebrücke enthält. Gemeint ist eine regelmäßig wiederkehrende Wärmebrücke, die sich mit einem festen Abstand über das gesamte betrachtete Bauteil wiederholt. Nach Aktivierung erscheint eine weitere Zeile, in der der prozentuale Anteil der Wärmebrücke und die Wärmeleitfähigkeit ihres Materials eingestellt werden können. Der Prozentwert (%) ist als Verhältnis A / B entsprechend der nachstehenden Abbildung anzugeben, wobei A die Breite der Wärmebrücke und B der Achsabstand der wiederkehrenden Wärmebrücke ist.

Erläuternde Darstellung einer Schicht mit Wärmebrücke:

2.5 Korrekturen
Aktivieren Sie das Kontrollkästchen, wenn eine Korrektur erforderlich ist. Danach erscheint eine neue Zeile, in der Korrekturen aufgrund von Befestigungsmitteln oder Luftspalten berücksichtigt werden können.

Korrekturen aufgrund von Befestigungsmitteln:
Wenn metallische Befestigungsmittel die Dämmschicht durchdringen, ist eine Korrektur erforderlich. Anzugeben sind die Wärmeleitfähigkeit des Befestigungsmittels, seine Querschnittsfläche, die Länge des Befestigungsmittels innerhalb des Wärmedämmstoffs sowie die Anzahl der Befestigungsmittel je Quadratmeter.
Korrekturen aufgrund von Luftspalten:
Wenn in der Wärmedämmschicht Luftspalten auftreten können (z. B. bei starren Dämmplatten mit hohen Maßtoleranzen), kann eine Korrektur erforderlich sein. EN ISO 6946 unterscheidet drei Stufen. Stufe 0 kann gewählt werden, wenn keine Luftspalten vorhanden sind, die den Wärmedurchlasswiderstand wesentlich beeinflussen. Stufe 1 kann gewählt werden, wenn zwischen der kalten und der warmen Seite der Dämmung ein durchgehender Luftspalt vorhanden ist, jedoch keine Luftströmung stattfindet. Stufe 2 ist zu wählen, wenn die Gefahr einer Luftströmung zwischen der kalten und der warmen Seite besteht.
3 Neue Schicht einfügen

Klicken Sie auf das Symbol, um unter einer vorhandenen Schicht eine neue Schicht einzufügen. Die Anzahl der einfügbaren Schichten ist nicht begrenzt.
4 Schicht löschen

Klicken Sie auf das Symbol, um die Schicht zu löschen.
5 Neustart

Klicken Sie auf diese Schaltfläche, um eine neue Berechnung zu starten.
6 Beispiele

Über dieses Dropdown-Menü können verschiedene Beispielberechnungen ausgewählt werden.
7 U-Wert

Der U-Wert des Bauteils wird bei jeder Änderung eines Parameters neu berechnet und angezeigt. Fehlt ein Parameter oder kann die Berechnung nicht durchgeführt werden (z. B. Division durch 0), wird der Ausdruck NaN angezeigt.
8 PDF/Druck sowie Speichern und Laden des Schichtaufbaus
Die Schaltfläche PDF/Druck öffnet den Druckdialog des Browsers. Von dort aus kann die Berechnung direkt gedruckt oder als PDF-Datei gespeichert werden.
Die Schaltfläche „Save construction“ speichert den zusammengestellten Schichtaufbau als Textdatei (.txt). Der Browser ermöglicht die Auswahl des Dateinamens und des Speicherorts.
Mit der Schaltfläche „Open“ kann ein zuvor gespeicherter Schichtaufbau wieder geladen werden. Das Speicherformat bleibt mit früher gespeicherten Dateien kompatibel, sodass bereits gespeicherte Schichtaufbauten weiterhin verwendet werden können.

9 Bodenplatte auf Erdreich

Der U-Wert von Bodenplatten auf Erdreich wird nach EN ISO 13370 berechnet.
Zusätzlich zu den Schichtdaten werden folgende Angaben benötigt:
- Bodenart und Wärmeleitfähigkeit des Bodens; Auswahl über das Dropdown-Menü
- Dicke des Außenwandbauteils in Metern (w) (siehe Abbildung)
- Umfang der Bodenplatte; die gesamte Kantenlänge, entlang derer der Boden an eine Wand grenzt, die an Außenluft oder an einen unbeheizten Raum angrenzt
- gesamte Fläche der Bodenplatte
- falls eine zusätzliche Randdämmung horizontal im Boden oder vertikal im Sockelbereich vorhanden ist: Wärmeleitfähigkeit sowie Dicke (dn) und Breite (D) dieser Randdämmung
- Wärmedurchlasswiderstand der Bodenplatte; dieser wird vom Rechner nach Eingabe des Schichtaufbaus automatisch berechnet (Wärmedurchlasswiderstand nach EN ISO 6946)

10 Fußboden über belüftetem Hohlraum

Die Berechnung des U-Werts von Fußböden über belüfteten Hohlräumen erfolgt nach EN ISO 13370.
Zusätzlich zu den Schichtdaten werden folgende Angaben benötigt:
- Bodenart und Wärmeleitfähigkeit des Bodens; Auswahl über das Dropdown-Menü
- Dicke (w) der oberirdischen Sockelwand, welche die Luftschicht begrenzt, in Metern (siehe Abbildung)
- Umfang des Bodens; die gesamte Kantenlänge, entlang derer der Boden an eine Wand grenzt, die an Außenluft oder an einen unbeheizten Raum angrenzt
- gesamte Fläche des Bodens
- falls auf der Erdoberfläche unterhalb der belüfteten Luftschicht eine Wärmedämmschicht angeordnet ist: Wärmedurchlasswiderstand dieser Dämmschicht (Rg)
- Höhe über Gelände in Metern; Abstand zwischen Geländeniveau und Oberkante des Erdgeschossfußbodens (h)
- Windgeschwindigkeit; mittlere Windgeschwindigkeit in 10 m Höhe in m/s
- U-Wert der oberirdischen Sockelwand, welche die Luftschicht begrenzt; Berechnung nach EN ISO 6946
- Windabschirmungsfaktor: geschützt (z. B. Innenstadt), durchschnittlich (z. B. Vorstadt) oder exponiert (z. B. ländliche Umgebung)
- Lüftungsquerschnitt; Fläche der Lüftungsöffnungen je laufendem Meter in m²

11 Kellerboden

Die Berechnung des U-Werts des Kellerbodens erfolgt nach EN ISO 13370.
Zusätzlich zu den Schichtdaten werden folgende Angaben benötigt:
- Bodenart und Wärmeleitfähigkeit des Bodens; Auswahl über das Dropdown-Menü
- Gesamtdicke der Kellerwand (w) in Metern (siehe Abbildung)
- Umfang des Kellerbodens; die gesamte Kantenlänge, entlang derer der Kellerboden an eine Wand grenzt, die an Außenluft oder an einen unbeheizten Raum angrenzt
- gesamte Fläche des betrachteten Kellerbodens
- Wärmedurchlasswiderstand des Kellerbodens; dieser wird vom Rechner nach Eingabe der Schichten automatisch berechnet (Wärmedurchlasswiderstand nach EN ISO 6946)
- Tiefe (z) in Metern; Abstand zwischen Geländeniveau und Oberkante des Kellerbodens

12 Kellerwand

Der U-Wert von Kellerwänden wird nach EN ISO 13370 berechnet.
Zusätzlich zu den Schichtdaten werden folgende Angaben benötigt:
- Bodenart und Wärmeleitfähigkeit des Bodens; Auswahl über das Dropdown-Menü
- Wärmedurchlasswiderstand des Kellerbodens nach EN ISO 6946 (dieser muss zuvor berechnet werden; siehe Berechnung des Kellerbodens)
- Tiefe (z) in Metern; Abstand zwischen Geländeniveau und Oberkante des Kellerbodens (siehe Abbildung oben)
- Wärmedurchlasswiderstand der Kellerwand; dieser wird vom Rechner nach Eingabe des Schichtaufbaus automatisch berechnet
- Gesamtdicke der Kellerwand (w) in Metern